Going Concern prüfen

Going Concern: Welche Unterlagen eine Fortbestehensprognose belastbar machen 

Eine Fortbestehensprognose ist mehr als eine einzelne Excel-Tabelle. Wenn Zweifel an der wirtschaftlichen Fortführung eines Unternehmens entstehen, müssen Zahlen, Annahmen und Maßnahmen zusammenpassen. Die Going-Concern-Beurteilung sollte deshalb auf aktuellen Informationen beruhen und für Dritte nachvollziehbar sein. Besonders wichtig wird dies, wenn Banken, Investoren oder Prüfer die finanzielle Tragfähigkeit des Geschäftsmodells beurteilen. 

Ausgangspunkt ist die aktuelle wirtschaftliche Lage 

Unternehmen sollten zunächst analysieren, welche Entwicklungen die Concern-Annahme beeinflussen können. Dazu zählen Liquiditätsengpässe, Verluste, rückläufige Auftragseingänge oder auslaufende Finanzierungen. Ebenso relevant können Rechtsstreitigkeiten, der Verlust wichtiger Lieferanten oder außergewöhnliche Kosten sein. Entscheidend ist, welche Auswirkungen diese Faktoren auf Ergebnis und Zahlungsfähigkeit haben. 

Eine aussagekräftige Planung sollte Ergebnis, Bilanz und Liquidität miteinander verbinden. Werden Umsätze höher geplant, müssen beispielsweise auch Forderungen, Kosten, Steuern und gegebenenfalls zusätzlicher Finanzierungsbedarf plausibel berücksichtigt werden. Widersprüche zwischen den Teilplänen schwächen die Aussagekraft einer Fortbestehensprognose. 

Welche Nachweise unterstützen die Going-Concern-Beurteilung? 

Planungsannahmen sollten möglichst durch konkrete Informationen gestützt werden. Auftragseingänge, Verträge, aktuelle Monatszahlen oder dokumentierte Finanzierungsgespräche können die Prognose nachvollziehbarer machen. Gleichzeitig sollten Unternehmen erläutern, wo Unsicherheiten bestehen. Eine transparente Darstellung ist oft hilfreicher als übermäßig optimistische Annahmen ohne belastbare Grundlage. 

Zusätzlich sollten Sensitivitäten und alternative Szenarien gerechnet werden. Dadurch wird sichtbar, wie stark sich Veränderungen bei Umsatz, Kosten oder Finanzierung auf die Liquidität auswirken. Besonders kritische Parameter können anschließend enger überwacht werden. 

Maßnahmen realistisch bewerten 

Bei erwarteten Engpässen spielen Gegenmaßnahmen eine zentrale Rolle. Kostensenkungen, zusätzliche Finanzierung, Gesellschafterunterstützung oder der Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte können relevant sein. Für die Concern-Beurteilung sollte jedoch geprüft werden, ob diese Maßnahmen tatsächlich umsetzbar sind und rechtzeitig wirken können. 

Verantwortung für die Prognose organisieren 

Neben den Zahlen sollte auch der interne Prozess klar geregelt sein. Unternehmen können festlegen, wer Planungsdaten liefert, wer Annahmen plausibilisiert und wer die Concern-Beurteilung freigibt. Dadurch werden Informationslücken und widersprüchliche Daten schneller sichtbar. Besonders in angespannten Situationen ist eine eindeutige Verantwortung hilfreich, weil neue Entwicklungen kurzfristig bewertet werden müssen. Eine dokumentierte Abstimmung zwischen Geschäftsführung, Controlling und Finanzierung verbessert außerdem die Nachvollziehbarkeit der Fortbestehensprognose für externe Adressaten. 

Fazit 

Eine gute Going-Concern-Dokumentation verbindet aktuelle Finanzdaten, integrierte Planung, Szenarioanalysen und konkrete Maßnahmen. Unternehmen sollten ihre Annahmen regelmäßig überprüfen und wesentliche Veränderungen zeitnah einarbeiten. Dadurch entsteht eine Fortbestehensprognose, die nicht nur formale Anforderungen unterstützt, sondern auch als Instrument für Unternehmenssteuerung und Finanzierungsgespräche genutzt werden kann. 

Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und fachlich


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert